SCHIENE-Photo

Die faszinierenden Bildbände:

Stillleben hinterm Hof: Kommunikation und Werbekultur anno 1982 zwischen Adolfseck und Breithardt (entnommen dem SCHIENE-Photo-Band 2 "Die Aartalbahn")



Anno 1987 ging als Ergänzung und Bereicherung der legendären Zeitschrift SCHIENE eine Bildbandreihe an den Start, die in jeder Hinsicht neue Maßstäbe setzte: SCHIENE-Photo. Mit Eisenbahnfotos, die wirklich die Bezeichnung "Photographie" verdienen. Und mit Texten, die jenseits von Faktenhuberei und Lokstatistiken eher "Literatur" sind. Eisenbahn-Bildbände zum Genießen eben - mit stimmungsvollen Farbfotos und klassischer Schwarzweiß-Fotografie. Heute sind die ersten fünf und längst vergriffenen Bände (siehe Vergriffene Bände) begehrte Sammlerstücke, die aktuellen Bände begehrte Kaufobjekte sowie die geplanten Bände (siehe Geplante Bände) sehnlichst erwartete Werke.

Doch nicht wir, sondern Leser und Rezensenten sollen Ihnen nachfolgend mehr von SCHIENE-Photo erzählen und damit Meinungen und Aspekte zu dieser Bildbandreihe einbringen, die in unserer kurzen Einleitung gar nicht enthalten sein können.



Rezensionen:

"Nach einer ausgiebigen Schienenbusreise Tübingen - Horb - Freudenstadt - Hausach - Offenburg bekam ich Ihren herrlichen SCHIENE-Photoband in die Hand. Mit diesem - in der Aufmachung erfreulich bescheidenen - Buch haben Sie für Eisenbahnpublikationen wirklich neue Maßstäbe gesetzt. Mit der Bildauswahl ist es gelungen, die 'andere', menschliche Bundesbahn zu verewigen, so wie es sie nach dem Willen der fortschrittsgläubigen Technokraten bald nicht mehr geben soll. Hier wurde ein überzeugender Gegenbeweis zu der herrschenden Auffassung, hohe Lebensqualität sei nur durch ein maximales Aufgebot an Kunststoff und Elektronik zu erreichen, geliefert und dem Götzen Technologie eine Absage erteilt.

Wichtig finde ich, daß Sie den Begriff 'Zeit' in den Mittelpunkt eines Textkapitels stellen, denn gerade beim Reisen gilt: Wer sich keine Zeit nimmt, hat am Ende auch keine (und hat viele schöne Erlebnisse verpaßt). Wahre Lebensqualität darf sich nicht in der Beschleunigung und Verkürzung von Vorgängen ausdrücken, sondern in ihrer menschengerechten Gestaltung. Und dafür bietet der Schienenbus ein ideales Beispiel, war er doch weder besonders schnell noch über die Maßen komfortabel, aber es hat - vielleicht gerade deshalb - immer Spaß gemacht, mit ihm zu fahren. Er ist ein Symbol für nicht in Zahlen ausdrückbare Werte, die sich den Maßstäben der technischen Weiterentwicklung und der Mode entziehen. Daher haftet abqualifizierenden Bemerkungen wie 'überholt und altmodisch' auch etwas Oberflächliches und managermäßig Gehetztes an. Wenn diese - im Kern nihilistischen - Strömungen bald endgültig gesiegt haben werden, bleibt uns die Erinnerung und die Überzeugung, daß der Mensch auch ohne Gigantismus sein Glück finden kann.

Für die Arbeit an dem wunderschönen Buch danke ich Ihnen sehr herzlich, und ich wünsche Ihnen für die kommenden Bände genau so viele gute Ideen und den gleichen guten Geschmack."

(Leser Klaus Beckmann zum SCHIENE-Photo-Band 1 "Erinnerungen an den Schienenbus" in "SCHIENE", Ausgabe 4/1987)


Ortsdurchfahrt fürs Ferkeltaxi: Auch im Moselörtchen Kövenig bestimmen die Kleinigkeiten - also das Wichtigste - das Umfeld des Schienenbusses (entnommen dem SCHIENE-Photo-Band 1 "Erinnerungen an den Schienenbus")



"Schiene-Photo meldet sich zurück - mit einem Paukenschlag, könnte man sagen, obwohl dies für gerade diesen Bildband die falsche Metapher ist: Es geht um die 'stille Idylle' der Lahntalbahn, die hier auf 131 Fotos in so noch nicht gesehener Weise gezeigt, ja: beschworen wird. Joachim Seyferth hat diese von Moritz Hilf so harmonisch in die Landschaft gefügte Strecke kongenial in einen Bildband umgesetzt, dessen Betrachtung - samt der Lektüre der einfühlsamen, niemals geschwätzigen Texte - nachgerade zum sinnlichen Vergnügen gerät.

Die erstklassig reproduzierten Fotos zeigen eine klassische Eisenbahn-Landschaft, die sich gegen die monströse Schnellstrecken-Architektur ihrer Umgebung wie ein Biotop ausnimmt: Keine Oberleitungen oder Schallschutzwände versperren den Blick auf gemauerte Tunnelportale, Fachwerkträger-Brücken, Formsignale oder auf kleinere Bahnhöfe, die diesen Namen noch verdienen. Der Bilder-Bogen spannt sich von der Dampflokzeit mit dem "Westerländer" und langen Durchgangsgüterzügen über die Siebziger- und Achtzigerjahre mit Akku-Triebwagen und Schienenbussen bis in die Gegenwart - in der sich die 612er auf der Lahntalbahn nicht minder harmonisch als ihre Vorgänger ins Bild fügen.

Die "Modellbahn-Landschaft Lahntalbahn" hat der Rezensent in MIBA-Spezial 34 am Beispiel des Bahnhofs Balduinstein und der Ladestelle Rupbach gerühmt. In diesem Band 7 der Reihe Schiene-Photo finden auch und gerade Modellbahner mit Stationen wie Arfurt, Nassau oder Laurenburg anregende Vorlagen - und bekommen den Blick geschärft für eine Harmonie von Eisenbahn und Landschaft, die sich so kaum ein zweites Mal findet. Nicht nur darum: Lauter Applaus für diese so meisterhaft eingefangene stille Idylle!"

(Michael Meinhold zum SCHIENE-Photo-Band 7 "Die Lahntalbahn" in "MIBA-Miniaturbahnen", Ausgabe 11/2006)


Ende der Saison: Wenn das Blattwerk zum Rot der Diesellokomotiven tendiert, werden auch in Balduinstein die Schwimmzeuge der Freizeitkapitäne allmählich winterfest gemacht (entnommen dem SCHIENE-Photo-Band 7 "Die Lahntalbahn")



"Möchte Ihnen nur kurz mitteilen, dass Ihre herrlichen Bücher wohlbehalten bei mir in Telgte angekommen sind, dafür meinen besten Dank. Beide neuen Werke bestechen durch eine interessante Bildauswahl und gute Druckqualität. Besonders beim Tunnelbuch überrascht die Vielfalt der Motive, tolle Baustellenaufnahmen! Sicherlich werden auch Ihre neuen Bücher den verdienten Erfolg haben."

(Autor und Leser Ludwig Rotthowe zu den SCHIENE-Photo-Bänden 6 "Das Tunnelbuch" und 7 "Die Lahntalbahn" in einer Mitteilung vom 22. November 2006 an den Verlag)



Festung oder Tunnel? Unzählige von legendären Baureihen - von der 01 über die V 200 bis zur 103 - wurden bislang von den scheinbar für die Ewigkeit gemachten dunklen Kunstbauten überdauert - am Rhein sowieso, wo Burgen, Tunnel und Schlösser längst eine geschichtsträchtige Allianz gebildet haben (entnommen dem SCHIENE-Photo-Band 6 "Das Tunnelbuch")



"Die Eisenbahn-Bildbände von Joachim Seyferth genießen Kultstatus. Umso erfreulicher, dass der Autor und Verleger sich einmal mehr einer überwiegend in Hessen verlaufenden Strecke gewidmet hat. Die 131 Fotos auf 142 Seiten sind überwiegend in den letzten drei Jahrzehnten entstanden, werden aber durch einige Bilder der Dampflokzeit von namhaften Autoren wie Ludwig Rotthowe und Günther Schilp ergänzt.

Etwa die Hälfte aller Fotos sind 'echte Seyferths' - und der Name bürgt für besondere Qualitäten: Hervorragende Schwarzweißaufnahmen aus künstlerischem Blickwinkel, faszinierende Landschaftsportraits und ein ausgeprägter Sinn für Details weit abseits der gängigen Schönwetterfotografie prägen das Werk dieses Fotografen und Eisenbahnfreundes. Lediglich die älteren Farbaufnahmen aus den 1970er Jahren fallen etwas hinter diesen Anspruch zurück. Und anders als bei den Bänden "Die Rechte Rheinstrecke", "Die Aartalbahn" und "Erinnerungen an den Schienenbus" fehlt der Blick auf interessante Menschen in den Zügen und an der Strecke. Das mag damit zusammenhängen, dass viele Bilder der drei genannten Bände in Seyferths Heimatregion Wiesbaden aufgenommen sind. Vielleicht wollten sich die als stur geltenden Mittelhessen aber auch einfach ungern ablichten lassen ...

Der Band bietet auch ein Forum für zahlreiche weitere engagierte Bildautoren, unter denen Heiko Ernst mit seinem Gespür für besondere Motive und Blickwinkel eine herausragende Stellung einnimmt. Was dem Buch leider fehlt, ist ein kurzer historischer Abriss über die Strecke. Dass sie berühmte Züge wie den "Westerländer" und exotische Baureihen wie die "Limburger Zigarren" gesehen hat, erfährt der Leser allerdings auch nach und nach durch die Bildtexte. Stattdessen - und auch das ist eine Eigenart des Autors - beginnt der Band mit einem sehr emotionalen Text, der irgendwo zwischen Gesellschaftskritik, persönlichen Erinnerungen und Liebeserklärung an das Objekt angesiedelt ist. Garantiert: Wenn Sie den Text gelesen und den Bildband betrachtet haben, werden Sie das Bedürfnis verspüren, eine Fahrkarte nach Gräveneck, Arfurt oder Balduinstein zu lösen und loszuwandern. Natürlich im Spätherbst, wenn 'das Blattwerk sich bemüht, den Optimismus der roten Züge anzunehmen und das Image des Schmuddelmonats November als größten Irrtum vorzuführen'. Gute Fahrt!"

(Friedrich Lang zum SCHIENE-Photo-Band 7 "Die Lahntalbahn" in "Hessen Schiene", Ausgabe Sept.-Nov. 2006)


Rheinseite hui - Bergseite pfui: Auf der Straßen- und Rheinseite haben sich die Fassaden fein herausgeputzt, Bahnfahrgästen indes ist dies kaum vergönnt - in welchen mehr oder weniger feudalen Zügen sie auch immer sitzen (entnommen dem SCHIENE-Photo-Band 4 "Die Rechte Rheinstrecke")



"Nicht dass ich es vergesse; vor einiger Zeit sind Ihre neuen Schiene-Photo-Bände bei mir eingetroffen und ich nehme sie immer wieder gerne zur Hand und schmökere darin herum, oder - besser gesagt - gehe mit ihnen auf die Reise.

Ich bin von Ihren Büchern begeistert, so sollten gute Bücher gemacht sein, meisterhafte Kleinoden im schnelllebigen Buchmarkt - da freut sich der Buchhändler. Besonders gefallen mir die wunderbaren Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Überhaupt ist da an keiner Ecke gespart worden, weder beim Druck, noch bei der Ausstattung - das Querformat kommt einem genussvollen Schauen sehr entgegen. Da höre ich fast die Lahn leise gluckern und den nächsten Zug vorbeidieseln, bevor wieder Ruhe einkehrt, oder rieche fast die muffig-feuchte Luft, die aus dem geheimnisvollen Schlund so manchen Tunnels stieg, vor dem ich oft selber stand. Sie sehen schon, das Gucken in Ihren Büchern macht Lust, die Zweiäugige wieder hervorzukramen und selbst wieder auf die Reise zu gehen, was zwischen den vielen Verpflichtungen, die man heute so hat, gar nicht so leicht ist.

Vor wenigen Jahren sagte mir ein Vertreter des Franckh-Kosmos-Verlages, dass es sich eigentlich nicht mehr lohne, neue Eisenbahnbücher zu machen, da sei eh schon alles fotografiert. Tja, irgendwann wird der Mainstream eben langweilig. Umso mehr können sich Ihre Leser freuen, dass Sie den Blick auf die Eisenbahnlandschaft um viele interessante Perspektiven erweitert haben. Die polgefilterte und bis an die Schmerzgrenze farbgesättigte Hochglanzwelt der Museumsbahnjünger kontern Sie elegant mit der schlichten Schönheit einer Schwarz-Weiß-Aufnahme. Statt langweiliger Daten lassen Sie Ihre Bilder sprechen und wo Sie nicht selbst fotografiert haben, haben Sie doch ein sicheres Händchen für die Bildauswahl und einen wohltuenden Blick für das Ganze.

Habe ich jetzt Kritik vergessen? Ach, ja, jetzt beginnt das Warten auf Schiene-Photo Band 8, 9, 10 usw. usf.

Also, machen Sie bloß weiter so! Für Schiene-Photo Applaus, Applaus, Applaus!"

(Leser Thomas Bertram zu den SCHIENE-Photo-Bänden 6 "Das Tunnelbuch" und 7 "Die Lahntalbahn" in einem Leserbrief vom 1. November 2006 an den Verlag)


Diesellok-Klassiker unter sich: Hauptdarsteller V 100 auf der Bühne und Statist Köf als Rahmenhandlung - Bahnbetriebswerk Mainz am 8. Juni 1994 (entnommen dem SCHIENE-Photo-Band 5 "Dieselimpressionen V 100")



"Joachim Seyferths in den Achtzigern aufgelegte Buchreihe 'Schiene-Photo' gehört heute zu den Klassikern des Genres - unspektakulär in der Aufmachung, solide bis gediegen in der Verarbeitung, anspruchsvoll in der Auswahl des Bildmaterials. Die Merkmale von damals gelten auch für die jetzt vorgelegten beiden neuen Bildbände, mit denen die Reihe, der Faden wieder aufgenommen wird. Jährlich zwei neue Bände sollen folgen.

Ihm gehe es nicht um die in der Branche so typische Verbreitung von Daten und Fakten, so Joachim Seyferth, sondern er wolle Emotionen bieten: Hervorragende Photographie und 'beseelte' Texte, zeitlose Gestaltung, kein 'Rummelplatz-Layout'. Was die Emotionen betrifft, muss natürlich einem jeden Leser das Urteil selbst überlassen bleiben - die Wirkung von Bildern und Texten kann schon recht unterschiedlich ausfallen. Auf jeden Fall kann dem Autor/Herausgeber/Verleger attestiert werden, dass er dem Kunden bzw. Leser technische saubere Arbeit liefert und hier dem eigenen Anspruch gerecht wird.

Beim Lahntalbahn-Buch verwundert es nicht, dass gerade diese Strecke immer wieder für optische Überraschungen gut ist. Dafür ist die Lahntalbahn nun einmal bekannt. Das Buch ist eine Art Liebeserklärung an eine Strecke, die diese Zuwendung lohnt. Bilder aus einem Zeitraum von rund vier Jahrzehnten (Anfang der Sechzigerjahre bis heute), darunter viele bislang kaum bekannte Schwarzweißaufnahmen von Günther Schilp, machen deutlich, warum gerade diese Strecke eine solche Faszination ausübt.

Etwas sperriger kommt 'Das Tunnelbuch' daher. 'Eisenbahn ist Tunnel' postuliert der Autor. Bei älteren Strecken und Tunnel-Bauwerken ist wohl jeder Eisenbahnfreund geneigt, diesem Bild zuzustimmen, wohl spürend, was gemeint ist. Ob das auch für die im Bild (gewohnt gekonnt) dokumentierten Tunnel der Neubaustrecken gilt, wird hier und da auf Skepsis stoßen. Egal, auch 'Das Tunnelbuch' will immer wieder in die Hand genommen werden; mit den Worten des Autors gesagt: 'Warum also nicht einmal in die Röhre schauen!' "

(Wolfgang Klee
zu den SCHIENE-Photo-Bänden 6 "Das Tunnelbuch" und 7 "Die Lahntalbahn" in "Eisenbahn-Geschichte", Ausgabe Okt./Nov. 2006)


Tiefflug am Zollturm: Der erste Lufthansa-Airport-Express TEE 1001 und die "Pfalz" bei Kaub im jungen Tageslicht (entnommen dem SCHIENE-Photo-Band 3 "Die Linke Rheinstrecke")





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