Lokzüge (Lz) gibt es, wenn eine Lok (oder mehrere Maschinen zusammengekuppelt) ohne weitere Beförderungsaufgabe (Waggons) von A nach B überführt werden müssen oder wenn bei völligem Ausfall von Frachten die Lok eines planmäßigen Güterzuges trotzdem den Laufweg einhalten muss, weil sie am Zielort für die nächsten (meist ebenso planmäßigen) Aufgaben benötigt wird. Zumindest bei der Bundesbahn behielt beim letzteren Fall die Zugfahrt der Lokomotive dann auch die reguläre Zugnummer des Güterzuges, es wurde bei den Zugmeldungen lediglich ein "Lz" davorgestellt. So wohl auch anno 1977 bei der Aartalbahn, wo die seinerzeit erst fünfzehn Jahre alte 211 260 ganz alleine bei Adolfseck mit dem Ziel Hahn-Wehen unterwegs war, um dort den planmäßigen Nachmittags-Nahgüterzug zurück nach Limburg zu bespannen.
(211 260 als Lz zwischen Adolfseck und Bad Schwalbach, 6. Mai 1977 / Foto: Joachim Seyferth)