JOACHIM SEYFERTH VERLAG
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SCHIENEonline!

> MENSCHEN <



Dies ist die Seite für Menschen und Menschliches rund um die Eisenbahn und den Schienenverkehr, für Portraits und Biografisches, für Berichte zu Eisenbahnern und Eisenbahnfreunden, für Fotos
mit Gesichtern, für Leistungen und Launen, für Empathie und Emotionen.




Kinder, Kinder!

Motive aus der Frühzeit unserer Leidenschaft

Von Joachim Seyferth


Kinder lieben Eisenbahnen. In Natura allein schon wegen ihrer optischen Wucht, ihrem unbändigen Auftreten, ihren dominanten Geräuschen, ihrer rätselhaften Steuerung und ihren unendlich anderen Geheimnissen. Eine gleichwohl furchteinflößende und autoritäre wie faszinierende und verlockende Mischung aus Dinosaurier, Maschinenwesen und Ritterburg. So etwas will, so etwas muss erforscht werden. Welch Glück, dass solch eine Eisenbahn buchstäblich begreifbar ist, ja gar bestiegen werden kann und damit sogar noch ein weiteres Abenteuerfeld, nämlich jenes der Reise, verspricht.

Kindliche Neugierde und Forscherdrang werden im System Eisenbahn vortrefflich gespiegelt, ein Wieso-Weshalb-Warum generiert Wagenladungen von Antworten und noch einen Ganzzug voller weiterer Fragen dazu. Die Eisenbahn will erforscht werden, sei es in der Historie nach dem Zusammentreffen von dampfumnebelten riesigen Treibrädern mit staunend-ängstlichen Kinderaugen oder heute beim Anblick bunter Containerschlangen und drehstromsingender ICEs. Die Eisenbahn begünstigt ein kindliches Streben nach Orientierung und Vorbild allein schon durch ihre Größe, ihre Kraft weckt Respekt und Vertrauen, ihre Schienen versprechen Sicherheit und Führung. Es kann schnell passieren, dieser Leidenschaft fürs Leben zu erliegen.

Kinder lieben Eisenbahnen. Das kann und muss natürlich auch fotografiert werden – dankbare und liebenswerte Motive sammeln sich im Laufe der Zeit fast von alleine an. Ganz im Bann großer Lokomotiven und Waggons sowie technischen Rätseln jedweder Art nehmen sie die Kamera des Beobachters kaum wahr, ihr Lächeln und ihre Begeisterung gilt nur diesem Abenteuer auf Schienen. Zwölf Photographien erinnern an kindliche Momente, zeigen vordergründig Kinderglück und hintergründig den allerorten lauernden Eisenbahn-Bazillus – ein kinderleichtes Spiel auch für ihn:


Eisenbahn-Bazillus für den Nachwuchs  (V 200 002 in Wiesbaden Hbf, 31. Januar 1993)


Sitzplatz mit Suchtfaktor  (Werksbahn in Mainz-Kostheim, ca. 1972)


Sonntagsausflug auf der Aartalbahn  (Zug der Nassauischen Touristikbahn, 4. Mai 1986)


Kindertraum zum Greifen nahe  (52 4867 im Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim, 17. Juni 1987)


Mit Papa am Rhein  (Regionalbahn der VIAS-Verkehrsgesellschaft bei Rüdesheim, 19. Juli 2013)


Puppenbahn  (Kleinwagen Klv 11-4204 beim Bahnhofsfest in Daun, 27. Juli 1991)


Farbverwandtschaft zwischen Jung und Alt  (Am Bahnhof Gensingen-Horrweiler, 25. Juni 1989)


Roland an der Merktafel  (Im Stellwerk "Wf" des Bahnhofs Waldstraße, 21. März 1981)


Quartettspiel statt Smartphones  (Schülerzug im Bahnhof Geisenheim, 20. Juni 2012)


Kinderlachen am Karussell der Eisenbahn  (Altenbamberg, 26. Mai 1997)


Dampflok gucken in der Halbzeitpause  (ELNA 184 im Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim, 29. Juni 1986)


Vom Schienenband gefesselt  (In der Regionalbahn auf der rechten Rheinstrecke, 29. August 2013)


So!


„Ein besonderes Forschungsinteresse“

Im Großraum Braunschweig wird die Bevölkerung zu Mobilität und ÖPNV befragt


Wie bewegen sich die Menschen in der Region? Nutzen sie den ÖPNV? Welche Angebote brauchen sie? Wie soll die Mobilität von morgen gestaltet werden? Um das herauszufinden, soll die alltägliche Mobilität der Bevölkerung in insgesamt 37 Kommunen der Region erforscht werden. Dazu hat der Regionalverband Großraum Braunschweig bei der Technischen Universität Dresden eine Mobilitätsumfrage in Auftrag gegeben. Diese beginnt im Januar 2023 und erstreckt sich über das ganze Jahr.  Die Untersuchung ist Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten – System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV) 2023“, das zeitgleich in mehr als 500 deutschen Städten und Gemeinden läuft.

„Die Befragung liefert uns wichtige Erkenntnisse und Daten, die wir für örtliche und regionale Verkehrsplanung und die Regionalentwicklung nutzen werden“, erläutert Verbandsdirektor Ralf Sygusch. „Jeder Haushalt steht für einen Teil der gesamten Bevölkerung und wird gebraucht. Egal, ob diejenigen häufig, manchmal oder gar nicht mit dem ÖPNV unterwegs sind. Nur durch das Mitwirken möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger können repräsentative Daten gewonnen werden. Diese sind für unsere bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich“, betont Sygusch. „Wir wollen unsere Angebote auf Schiene und Straße weiterentwickeln, dafür benötigen wir eine Grundlage. Zuletzt haben wir im Jahr 2010 solche Daten erhoben. Seitdem hat sich vieles im Lebensstil und in der Mobilität der Menschen verändert. Deshalb sind aktuelle Daten notwendig.“

Befragt werden Bürgerinnen und Bürger aus allen Bevölkerungsschichten. Es geht u. a. darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln sie im Alltag unterwegs sind oder welche Entfernungen sie zurücklegen. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell verschieden sind, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt.
Die Adressen der ausgewählten Haushalte wurden zufällig aus den Melderegistern gezogen. Die ersten Haushalte erhalten in den nächsten Tagen ein Schreiben, das sie über die Umfrage informiert und um ihre Mitwirkung bittet. Die Teilnahme ist freiwillig.


Die anonymisierte Auswertung der Daten liefert ein differenziertes Bild der jeweils stadt- bzw. gemeindespezifischen Mobilität. Ein zusätzlicher Nutzen entsteht durch den Vergleich mit Städten und Gemeinden ähnlicher Größenordnung. Die große Gesamtstichprobe des Projekts von mehr als 270.000 Personen ermöglicht es darüber hinaus, Erkenntnisse zu gemeindeübergreifenden Trends zu gewinnen, die für die Verkehrsplanung bedeutsam sind. Hierzu gehören beispielsweise auch Entwicklungen bei der Verkehrsmittelwahl. Ebenso werden die Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern sowie die Mobilität von Kindern, Jugendlichen und Senioren analysiert.

„Eine so große und vielfältige Region haben wir bisher noch nicht befragt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Regine Gerike, die Leiterin der Forschungsgruppe Mobilität an der TU Dresden. „Wir haben deshalb ein besonderes Forschungsinteresse an diesem einmaligen Projekt und sind schon jetzt sehr gespannt auf die Ergebnisse.“ Mit Ergebnissen sei Ende 2024 zu rechnen. Das gesamte Verbandsgebiet wurde für die Erhebung in sieben sogenannte Raumtypen eingeteilt, aus denen per Zufall die Teilnehmerkommunen ausgewählt worden sind. „Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass sich die Menschen in einem dörflichen Raum ganz anders bewegen als in einem städtischen Raum. Auch eine Schienenanbindung im Ort kann einen großen Einfluss haben“, erläutert Regine Gerike.

Die TU Dresden hat das Leipziger Institut O.trend GmbH beauftragt, diese Umfrage durchzuführen. Dort werden alle Daten erfasst, anonymisiert und zur Auswertung an die TU Dresden übergeben. Der Datenschutz gemäß Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist gewährleistet. Die Fragen können flexibel über einen Online-Zugang beantwortet werden. Alternativ steht am Telefon geschultes Interviewpersonal zur Verfügung. Auch eine Telefonhotline und ein Webchat sind eingerichtet.

Weiterführende Informationen unter: https://tu-dresden.de/srv. Für die angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger steht unter 0800 8301830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.


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